Bundesköniginnentag
05.-06. Mai 2001

jubi2000“Wir wissen nicht, wie viele Teilnehmer wir haben werden”, orakelt Bundesgeschäftsführer Ralf Heinrichs vom Bund der Historisch Deutschen Schützenbruderschaften. Anmeldungen lägen nur für die 43 Musikkapellen des Festzuges vor. Auch wenn der Grundsatz gelte “Wer kütt, der kütt”, ist sich der in ähnlichen Großveranstaltungen erprobte Schützenbruder sicher, dass zum Bundesköniginnentag 2001 am 5. und 6. Mai zwischen 6.000 und 10.000 Teilnehmer nach Heinsberg kommen werden. Die Zuschauer natürlich nicht eingerechnet.

Gemeinsam mit Bürgermeister Josef Offergeld und dem Präsidenten der Vereinigten Schützenbruderschaften Heinsbergs Siegfried Jansen erklärte Heinrichs das für den Empfang der rund 200 Königinnen aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, angeführt von Bundeskönigin Sabine Böckmann aus Dalhausen, alles bestens gerüstet sei.

In diesem Zusammenhang erinnerte Heinrichs auch daran, dass der erste Bundesköniginnentag im Jahre 1956 stattfand und die Stellung der Frau in den Schützenbruderschaften und in der Gesellschaft in den Mittelpunkt rücken sollte.

“Dies war zu einer Zeit, in der die meisten Bruderschaften nur männliche Mitglieder hatten, ein mutiger und richtungsweisender Schritt.” Heute nähmen 20 bis 30 Prozent der Schützenbruderschaften auch Frauen auf, was zu einer Mitgliederzahl der Schützenschwestern von rund 30.000 geführt habe. Ab der Bezirksverbandsebene sei die “volle Gleichberechtigung ohnehin eine Selbstverständlichkeit”.

Seit vor zwei Jahren der Zuschlag für die Durchführung des Bundesköniginnentages zugunsten der Kreisstadt Heinsberg erfolgte, nahmen in zahlreichen Versammlungen die Festplanung immer mehr Gestalt an. “Das Programm hört sich so locker und flockig an”, meinte Heinrichs, aber darin stecke jede Menge Arbeit.

Er und Siegfried Jansen schätzen, dass allein am Sonntag 200 Schützen für die Organisation und den reibungslosen Ablauf des Festes auf den Beinen sein werden. Höhepunkt der Veranstaltungen ist natürlich der rund 3,3 Kilometer lange Festzug, der sich am Sonntag, 6.Mai gegen 11:15 Uhr in Bewegung setzen wird. Die Bundesmajestäten mit Bundesstandarte, das Präsidium des Bundes, Ehrengäste und der Spielmannszug Heinsberg 1912 übernehmen die Führung. Der Zug nimmt folgenden Verlauf:

Start am Markt, Poststraße, Ostpromenade, Linderner Straße, Hochstraße, Gaswerkstraße, Auf dem Brand, Apfelstraße, Westpromenade bis zum Jugendheim. Ab 8 Uhr in der Früh, so Jansen, werde die Stadt in den entsprechenden Bereichen bis zum Ende des Festzuges für den Straßenverkehr gesperrt.

An den Einfallstraßen werden die mit dem Pkw anreisenden Besucher durch grüne Schilder und gegebenenfalls auch Personal zu den zur Verfügung stehenden Parkplätzen geleitet. Auch das DRK und der Malteser Hilfsdienst sind im Einsatz.

In der Apfelstraße wird am Haus der Region eine Tribüne aufgebaut, die rund 100 Ehrengästen Platz bieten soll. Auflösung und Schluss des Festzuges ist auf dem Festplatz an der Westpromenade, wo am Sonntagnachmittag noch musikalische Unterhaltung zum Ausklang des Bundesköniginnentages geboten wird. Der Gewerbe- und Verkehrsverein weist darauf hin, dass am Sonntag die Geschäfte in Heinsberg geöffnet sind.